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Dieses Thema liegt mir wahrscheinlich am meisten am Herzen. Die Spiritualität.
Es gibt so viele Vorurteile, auf die ich vielleicht step by step ein neues Licht werfen kann.

In meinen Anfang Zwanzigern fing das alles an… mir ging es nicht wirklich gut und ich fragte mich ständig: was will ich eigentlich in dieser Welt hier? Warum gibt es mich? Was soll ich mit meinem Leben anfangen? Ziemlich düsteres Zeug wenn ich das mal so sagen darf, zumindest dachte ich das damals. Ich hatte noch keine Berührungspunkte mit dem Thema, hatte niemandem zum Reden in meiner Nähe, glaubte ich… Schlechte Gefühle und Fragen wie „warum bin ich so?“ „ich möchte doch nur normal sein“ waren nicht selten zu dieser Zeit. Das Wort normal streiche ich heute aus meinem Wortschatz. Das solltest du übrigens auch! Es gab damals für mich sehr viele Baustellen, es würde hier den Rahmen absolut sprengen, aber dazu ein Andermal mehr… Ich hab das Lesen für mich entdeckt, dadurch öffnete sich eine ganz neue Welt für mich. Es gibt heute ja unzählige Bücher darüber. Viele würden sie wahrscheinlich „Selbsthilfe- Ratgeber“ nennen, für mich sind es wahre Schätze. Gerade meine zwei, drei Favoriten lese ich bis heute immer wieder. Die Bücher brachten mich weiter aber das größere Problem stellte für mich immer die Gesellschaft dar bzw. was ich aus ihr machte, denn ich glaubte tief drinnen immer, ich darf nicht so sein. Gerade bei uns hier in Südtirol, befinden wir uns immer noch tief in einem Tabu meiner Meinung nach. Das Thema war und ist immer noch manchmal für mich schambehaftet, das muss ich zugeben.

Aber wie alles im Leben ist es ein Prozess und mit der Zeit lernt man dazu und noch wichtiger, man lernt sich selbst kennen, das passiert zwangsläufig wenn man sich mit solchen Themen beschäftigt.

Klar gibt es auch hier schwarze Schafe und auch Themen die mir „zu hoch und zu weit“ gehen, aber irgendwie finde ich Spiritualität kann auch „jung und stylisch“ sein, dafür mach ich das hier. Ja ich meditiere und mache Yoga, ich glaube an die sieben geistigen Gesetze, glaube an Energie und daran, dass wir im Grunde alle verbunden sind, irgendwie. Frag mich nicht wie… aber es gibt mir ein Urvertrauen, das mir gut tut. Und im Grunde sind wir doch alle hier deswegen, weil wir wollen, dass es uns gut geht.
Dann gibt es aber auch die Tage wo ich es liebe, auf der Couch Trash TV zu suchten mit einer Maxi Pizza (ok ich sitze auf dem Boden wie Raj bei Big Bang Theory, ohne Witz…), online „fast fashion“ shoppe, Tage wo ich auch mal ne scheiss Laune haben darf oder wo ich mit meiner geliebten #familyfirst stundenlang zusammensitze und viel zu viel Alkohol trinke. Ja auch das sind die Tage die mir guttun. Ich versuche mein Gleichgewicht zu finden.

Die Welt besteht nicht nur aus dem was man physisch sieht, das wäre doch viel zu traurig. Die einen nennen es Gott, die anderen Buddha und die Dritten „Chi“, Lebensenergie oder was auch immer. Es ist doch immer nur ein Ausdruck dafür um etwas nicht Greifbares, greifbar zu machen.

Spiritualität bedeutet im Moment für mich, präsent und bewusst zu sein, mich gern zu haben, groß zu träumen, an mich zu glauben, für andere da zu sein, ohne meinen Vorteil darin zu sehen. Meine „Schöpferkraft“ zu aktivieren, das heißen soll, dass ALLES in mir beginnt,  zu wissen, dass jeder so gut ist wie er ist, dass schlechte Tage und Phasen ok sind und sie sogar willkommen zu heißen, denn da lerne ich am meisten über mich.
Wenn im Außen alles bricht, bin ich im Inneren immer noch ich und bei mir.
Und letztlich möchte ich das meiner Tochter mitgeben und auch vorleben!

Ich will niemanden missionieren, aber wer weiß, vielleicht gibt es dir hier und jetzt einen Schubs mal nach innen zu schauen. Es lohnt sich, versprochen!

Was ist Spiritualität für dich?
Ich freue mich auf deinen Kommentar oder Nachricht.

Bis bald
Deine Sabi